Budō - Festival 2019

Schiefe Güntke 3
49090 Osnabrück

11. August 2019

10 - 18 Uhr

1. Osnabrücker Budo Festival 2019 - Eine Reise durch die Zeit

 

Am Sonntag, den 11. August 2019 fand in Osnabrück das 1. Osnabrücker  Budo-Club Festival statt. Auf einer japanisch anmutenden Wiese mit einem shintoistischen Torii, umrahmt von Bambus, fanden sich bereits um 10 Uhr zahlreiche Asien-affine Kampfkünstler und Trommler (Hoshidaiko) ein. Interessierte jeglichen Alters waren herzlich eingeladen, sich zu informieren, zuzusehen und mitzumachen. 

Nach einer kurzen Eröffnung wurde das Festival mit einem japanischen Taiko-Trommelsolo von Hoshidaiko Osnabrück eingeleitet. Die erste Darbietung bestritten Martina und Lee (Medi Asia Osnabrück). Sie führten uns zurück zu den Ursprüngen 1528, als Tai Chi das erste Mal in China offiziell zusammengefasst wurde. Ihr Tai Chi war so eindrucksvoll, dass eine wundervolle Ruhe herrschte und man das Gefühl hatte, dass es viel zu schnell vorbei war.

Es folgte eine Darbietung der Schirmherren Shin Gi Tai Kai Karate Do. Silvia Pellegrini (5.Dan Karate) bot einen fließenden Übergang mit einer gemeinsamen Kata zum Yuishinkan Karate Do unter Martina Lohmann (7. Dan Karate). Karate entstand auf Okinawa zu Beginn des 19.Jahrhunderts.

Mittlerweile tummelten sich zeitweise fast 100 Menschen auf der Wiese, als Shoushikai Doitsu Iaido zeigte, traditionelle japanische Schwertkampfkunst. Silvia Pellegrini (5. Dan Iaido) und Ulrich Härtel (5. Dan Iaido) führte das Publikum zurück in die Tokugawa-Periode (1603-1868), als die kriegerischen Samurai befriedet wurden und die Grundlagen des Iaido entstanden. Anschließend gab es eine kurze Mittagspause. Für die weltlichen Genüsse sorgten sich die Kinder des Veranstalters Christian Loren, Daniela und Roberto Buntrock, die keine Mühe hatten, die vielen Menschen zu verköstigen.

Gegen 13 Uhr begann die nächste Darbietung. Kyudo, traditionelles japanisches Bogenschießen, das sich auf die Kofun-Zeit (300-645) zurückführen lässt. Sehr eindrucksvoll auch die folgende Darbeitung von Taijutsu, das mindestens seit 800 Jahren gepflegt wird und auch unter Ninjutsu bekannt wurde. Die breite Palette der Kampfkünste wurde im Anschluss von Pekiti Tirsia Kali ergänzt, einer philippinischen Selbstverteidigungskunst. 

Hakushinkai Osnabrück, ein weiterer Iaido-Verein, erweiterte das Bild der japanischen Schwertkampfkünste und Hokushin Ittō Ryo Hyōhō (ebenfalls japanische Schwertkampfkunst) vervollkommnete das Bild der japanischen Samurai. Als letzte der vielseitigen Kampfkünste wurde eindrucksvoll gezeigt, dass Aikido eine effektive Verteidigungskunst ist und dass man dabei sogar Spaß haben kann.

Beendet wurde der Sonntag von Hoshidaiko Osnabrück, den Sterntrommlern, die ein wahres Trommel-Feuerwerk abbrannten und so die vielen Menschen an den Grill entließen.

Als Fazit war unisono zu hören, dass alle Beteiligten und Gäste hochzufrieden waren, eine Reise durch die Zeit Asiens mitgemacht zu haben. Daher steht einem 2. Osnabrücker BUDO-Festival nicht viel entgegen, denn selbst der Wettergott war den Künstlern hold.